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Ein neues Sterillabor für Krebsmedikamente
Kathrin und Dr. Frederik Claas betreiben in ihrer Detmolder Apotheke an der Post ein Sterillabor für Krebsmedikamente. Unter strengsten Hygienebedingungen sichern sie damit die ambulante Versorgung von Krebspatienten in Lippe.

Kategorie

Text, Foto, Content Marketing

Kunde

Agentur, B2C

Jahr

2021

Medikamente herzustellen, ist ein aufwendiges Verfahren. Hygiene ist dabei oberstes Gebot, schließlich gelangt alles, was in der Tablette oder der Lösung enthalten ist, direkt in den Körper. Je stärker und spezieller der Wirkstoff, desto entscheidender ist die sorgfältigste Verarbeitung.

Viele Krebsmedikamente müssen zusätzlich zum kurzfristigen Verbrauch hergestellt werden. Eine Lagerung wäre nicht möglich. Und nicht nur das: in vielen Fällen wird sogar das Medikament für eine einzelne Patientin oder einen einzelnen Patienten ganz individuell dosiert.

Hierfür gibt es in ganz Lippe nur ein einziges Labor, das entsprechende Arztpraxen beliefern kann: das Sterillabor der Detmolder Apotheke an der Post. Die Apotheker Kathrin und Dr. Frederik Claas haben die Apotheke 2019 übernommen und 2021 einen kompletten Neubau des seit 1993 bestehenden Sterillabors realisiert.

Schon die Vorräume dürfen nur mit Überschuhen betreten werden. In das eigentliche Labor führen zwei Schleusen: eine für Medikamente und Material sowie eine für die Angestellten. Nur in speziellen Reinraumanzügen darf das Labor betreten werden. Eine Filteranlage reinigt permanent die Luft des Labors, damit Bakterien und Pilze keine Chance haben. „Dafür steht eine riesige Belüftungsanlage im Keller unter dem Labor“, so Frederik Claas.

In dieser sterilen Umgebung werden dann die Medikamente hergestellt. Jede Dosis wird an Größe und Gewicht des Patienten angepasst. Einmal fertig, werden die Flaschen und Beutel ausgeschleust und sofort zu der onkologischen Praxis gebracht. „Wir haben Transportwege von unter zehn Minuten“, betont Kathrin Claas.

Die beiden Apotheker haben bewusst in den Standort Lippe investiert. „Patienten, die an Krebs erkrankt sind, möchten eine zusätzliche Belastung durch lange Anfahrten zu Krebszentren oder Krankenhäusern vermeiden“, erklärt Kathrin Claas. „In dieser ohnehin schon schwierigen Lebenssituation ist die ambulante Betreuung vor Ort so wichtig.“